KONZERTE

12. April 2020, 17 Uhr

"Strauss und Bach am Ostersonntag"

 

LUKAS DREYER, Violoncello

Eilika Wünsch (Sopran)
Bernhard Wünsch (Klavier)

 

aus dem Programm:
Suite BWV 1007 für Violoncello Solo
von J. S. Bach

Sonate für Violoncello und Klavier, op. 6
von R. Strauss u.a.

 

Als Solocellist am Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera führte ihn der Weg nach seinem Studium in Frankfurt am Main, Budapest und Aachen nach Thüringen und Sachsen. Lukas Dreyer ist dort der Initiator und künstlerische Leiter verschiedener Projekte wie: Die 12 Thüringer Cellisten, der WGT Musik Kammer Leipzig und künstlerischer Leiter der Eichsfelder Domfestspiele. Internationale Bekanntheit erlangte der Leipziger Cellist schließlich mit dem Celloquartett quattrocelli.

KULTURSOMMER NORDHESSEN mehr

19.Juli 2020, 19 Uhr
"An die ferne Geliebte" oder

"Von Höhen und Tiefen"
Sopran, Kontrabass und Klavier

 

Stefan Adelmann, Kontrabass

Eilika Wünsch, Sopran

Bernhard Wünsch, Klavier

"An die ferne Geliebte" op. 98 von Ludwig van Beethoven gilt als erster Liedzyklus überhaupt und ist mit Bezug zu einer sehr zu Herzen gehenden Liebesgeschichte komponiert.

Es ist sehr empfindsame, persönliche Musik mit enormer Tiefe und richtet sich im Text, meist in direkter Ansprache, an eine fast schon im metaphysischen Sinn unerreichbare Geliebte. Das Künstlerpaar Eilika und Bernhard Wünsch widmet die Aufführung dieses selten gespielten Werkes dem Beethovenjahr 2020.

Eine ganz anders unerreichbare Geliebte inspirierte auch Johannes Brahms immer wieder. Seine Cellosonate in e Moll komponierte er in Ebernburg an der Nahe, während Clara Schumann am anderen Flussufer zur Kur war. 

In diesem Konzert spielt der 1. Solo-Kontrabassist der Bamberger Symphoniker, Stefan Adelmann, diese Sonate auf dem Kontrabass - eine in der Aufführungspraxis sehr beliebte Variante.

Als sehr beeindruckend erleben Zuhörer das Instrument Solo-Kontrabass, wenngleich es auf Konzertpodien weitaus seltener zu finden ist als die verwandten kleineren Streichinstrumente. Der warme, weiche Klang des Kontrabasses ist im Konzert tatsächlich fühlbar und fasziniert auf eine ganz eigene Weise. Mit Stefan Adelmann wird dieser Abend zu einem wahren Genuss, er beherrscht sein Instrument über vier Oktaven und fasziniert mit einer Virtuosität, die man kaum von diesem mächtigen Instrument vermutet. Kombiniert mit der sich leicht und ausdrucksstark in höchste Höhen schwingende Sopranstimme von Eilika Wünsch kann das Publikum in einem Kammerkonzert mit 3 Musikern alle Höhen und Tiefen der Musik im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Zur Abrundung des Programms spielen und singen Sopran und Kontrabass begleitet vom Klavier Lieder und populäre Stücke von J. Brahms, R. Strauss und Robert Schumann, so z.B. die weltbrühmte "Träumerei", in eigenen Arrangements für Sopran, Kontrabass und Klavier.
Bernhard Wünsch begleitet am Flügel und führt das Publikum in charmanter Weise durch den Abend.

 

 

RÜCKBLICK

08. März, 17 Uhr

„un rêve fantastique... oder

Zwei Dirigenten am Klavier“

 

 

MICHAEL PREISER (Klavier)
Eilika Wünsch (Sopran)
Bernhard Wünsch (Klavier)

 


aus dem Programm:

Gabriel Fauré:    Nocturne Nr. 6 Des-Dur op. 63
                        Nocturne Nr. 7 cis-Moll op.74
                        Nocturne Nr. 13 h-Moll op. 119
C. Franck: Prélude, Choral et Fugue
Maurice Ravel: "Ma mere l´oye" (Klavier zu vier Händen)
Lieder von Franz Liszt und G. Fauré

Das Besondere an diesem Abend ist, dass zwei Pianisten im Wechsel die Lieder begleiten und 4-händig spielen, die auch als Dirigenten tätig sind. Der Blick auf den Notentext und die Klanggebung am Flügel ist bei Dirigenten naturgemäß anders als bei "reinen" Pianisten, so erwartet das Publikum ein orchestral geprägter Klavierklang mit 2 und 4 Händen.

“In der Klaviermusik ist kein Platz für Firlefanz“, schrieb Gabriel Fauré seiner Frau Marie 1910. Von der ersten Nocturne bis zur letzten vergehen 50 Jahre, und doch blieb Fauré sich und seinem Stil treu, so verzichtet er meist auf allzu extreme Virtuosität und verlässt sich darauf, durch warme Tonarten und einfühlsame Melodien zu überzeugen.

Der Pianist und Dirigent Michael Preiser, geboren 1973 in Erlangen, machte sich neben seinen rein pianistischen Qualitäten sich vor allem durch ungewöhnliche Programme und sein besonderes Engagement für zu Unrecht vernachlässigte Komponisten und Werke einen Namen. So finden sich in seinem Repertoire – neben den „Klassikern“ - etwa Kompositionen von Max Reger, Nicolaj Medtner, Guillaume Lekeu, Kaikhosru Sorabji, Wilhelm Furtwängler oder Karol Szymanowski, mit denen Preiser in zahlreichen Konzerten u.a. in London (St.-Martin’s-in-the-Fields), Luxembourg (Théâtre National), in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld, beim 1. Hessisch-Russischen Kulturfestival (1. Klavierkonzert von N. Medtner), bei den Rathauskonzerten Münster, den „Integralkonzerten“ Recklinghausen (Medtner- Portrait), beim Klavierfestival Ruhr u.v.a. zu Gast war. Als Dirigent machte Michael Preiser erstmals im Oktober 2004 auf sich aufmerksam, als er u.a. in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld das Deutsche Requiem von Johannes Brahms dirigierte. Zwischen 2005 und 2013 war er Leiter des Oratorienchores der Westfälischen Wilhelms Universität Münster und des „Konzertchor Bielefeld“wechselte. Preiser war des Weiteren als Assistent des künstlerischen Leiters bei den „Loreley-Festspielen“, sowie projektweise am Théâtre National Du Luxembourg, dem Aalto-Theater Essen, dem Dortmunder Theater, dem Stadttheater Gießen, den Städtischen Bühnen Münster sowie am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen tätig. Seit September 2010 arbeitet Preiser u.a. am Theater Krefeld/ Mönchengladbach  als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und hat dort zahlreiche eigene Produktionen geleitet sowie Dirigate von Opern wie "Katja Kabanowa", "Boris Godunow", "Der Konsul", "Orfeo ed Euridice", "Orpheus in der Unterwelt" u.v.a. übernommen. Seit Sommer 2012 ist er künstlerischer Leiter des Niederrheinischen Kammerorchesters Moers, seit 2018 zusätzlich vom Niederrheinischen Konzertchor. Für seine Interpretationen der Musik Max Regers wurde Preiser im September 2005 mit dem 2. Preis beim Internationalen Max-Reger-Wettbewerb 2005 ausgezeichnet. Eine CD-Einspielung mit Werken von Nikolaj Medtner und Sergej Rachmaninow ist im selben Monat bei ars musici erschienen. In zwei weiteren CD-Einspielungen hat er sich um vergessene Musik der Frühklassik verdient gemacht: In "Sol nascente" und"Dolci affetti" stellt er gemeinsam mit der Koloratursopranistin Charlotte Schäfer und der Neuen Düsseldorfer Hofmusik bzw. concerto con anima Opernarien von Traetta, Jommelli, Galuppi Sarti, Mysliveček u.a. vor, die Preiser eigens für diese Produktion nach alten Handschriften neu ediert hat.

25. Januar 2020, 17 Uhr

 

JOHANNES BRAHMS

LIEBESLIEDER“ op.52 & „NEUE LIEBESLIEDER“ op.65

 

für Solistenquartett & Klavier zu 4 Händen

EILIKA WÜNSCH (Sopran), DENISE SEYHAN (Alt),

WOLFGANG KLOSE (Tenor), CLEMENS MORGENTHALER (Bass)

am Flügel: ANDREA CAPECCI & BERNHARD WÜNSCH

 

 

 

Die vertonten Texte aus einer Sammlung des Philosophen und Dichters Georg F. Daumer beruhen auf russischen, polnischen und ungarischen Vorlagen. Die erste Sammlung op. 52 ist eine lockere Folge von Liebesliedern auf lyrisch-schwelgende, heiter-ironische, aber auch energisch-bestimmte Texte, über die der Komponist selbst urteilte: „Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen.“ Demgegenüber handeln die Texte der zweiten Sammlung überwiegend von den Schattenseiten der Liebe: Misstrauen, Enttäuschung und Verzicht. Die erste öffentliche Aufführung der Liedersammlung erfolgte am 5. Januar 1870, mit Clara Schumann und Brahms selbst am Klavier. Mit diesem Neujahrskonzert beginnen wir das neue Jahr mit beseelten, beschwingten, heiteren und doch immer wieder auch nachdenklichen Tönen.

NEUJAHRSKONZERT - ein musikalisches Feuerwerk!

03. Januar 2020, 17 Uhr

 

PETER ROSENBERG, Violine (der langjährige 1. Konzertmeister der Bamberger Symphoniker)

EILIKA (Sopran) & BERNHARD WÜNSCH (Klavier)

 

aus: Johann Sebastian Bach Sonaten und Partiten für Violine Solo: Sonate a-Moll BWV 1003

Lieder von J. Brahms, R. Schumann u.a. bearbeitet für Sopran, Violine und Klavier

 

 

Die Bamberger Symphoniker zählen zu den „top 5“ Spitzen-orchestern Deutschlands. Peter Rosenberg, geboren in Klausenburg (Cluj) / Rumänien, war von 1982 bis 2015 erster Konzertmeister dieses Weltklasseorchesters. Er studierte an der Rubin-Musikakademie in Tel Aviv/ Israel und bei Saschko Gawriloff an der Folkwang Hochschule Essen, ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe (Deutscher Musikwettbewerb Bonn und ARD Musikwettbewerb München 1970 – dort im Duo Violine/ Klavier mit Bruder Gabriel Rosenberg. Von 1993 bis 1998 war er neben seiner Konzertmeistertätigkeit auch Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik Köln, Abteilung Aachen. Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen bei deutschen Sendern liegt eine Aufnahme sämtlicher Violinkonzerte von Ernst Krenek mit den Bamberger Symphonikern unter Florian Merz beim Label Koch-Schwann vor und wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Er konzertierte weltweit unter Dirigenten wie H. Blomstedt, E. Jochum, H. Stein, C. M. Giulini, G. Sinopoli, G. Dudamel, A. Nelsons und J. Nott.

 

Johann Sebastian Bachs Zyklus von je drei Sonaten und Partiten für Violine solo stellt zweifellos einen Höhepunkt der abendländischen Violinmusik dar. Sowohl in spiel- als auch in kompositionstechnischer Hinsicht setzten die Werke neue Maßstäbe und schauten weit in die Zukunft hinaus. Es ist aber auch sehr empfindsame, persönliche Musik mit enormer Tiefe, so teilt sich z. B. Bachs Trauer um seine Frau Barbara in der Sonate a-Moll sehr unvermittelt mit. Liedbearbeitungen für Sopran, Violine und Klavier runden diesen Konzertabend ab.

 

24. November 2019, 17 Uhr

"Franz Schubert - Winterreise - vielleicht doch ein Politkrimi?"

HANS-HENNING VATER, Violine (Konzertmeister Göttinger Barockorchester)

STEFAN ADELMANN, Kontrabass (Solo-Kontrabassist der Bamberger Symphoniker)

EILIKA (Sopran) & BERNHARD WÜNSCH (Klavier)

 

Wussten Sie, dass Franz Schubert im Gefängnis saß? Dass er von Geheimpolizisten und Spitzeln überwacht wurde? Dass er sich die Texte der Winterreise aus einer im damaligen Wien verbotenen Zeitschrift, deren Lesen bereits unter Strafe stand, besorgte? - Er schrieb in vielen Briefen von Einsamkeit und dass „er allein mit in seinem Zimmer ausharren“ musste.

Die Liedfolge der „Winterreise“ wird in dieser Interpretation mit aktuellen Texten, die sich auf Freiheit, Zensur und Überwachung beziehen sowie Ausschnitten aus Heinrich Heines „Deutschland, ein Wintermärchen“ verwoben. So entsteht ein ganz neues Bild dieses seit vielen Jahren so populären Werkes, das weit über die unglückliche Liebesgeschichte hinaus weist. Diese Rezeption ist musikgeschichtlich seit geraumer Zeit aktuell und wird mehr und mehr als die eigentliche Botschaft dieses meistgespielten Liedzyklus gesehen.

Wir besetzen in dieser Version zusätzlich eine Violine und einen Kontrabass um die gegensätzlichen Farben dieser Musik noch besser ausleuchten und hervorheben zu können. Mit dem Konzertmeister des Göttinger Barockorchesters, Hans-Henning Vater, und dem Solo-Kontrabassisten der Bamberger Symphoniker, Stefan Adelmann, haben wir exzellente und hoch erfahrene Musiker gewinnen können, deren Interpretation der Schubert'schen Musik der ihm so wichtigen politischen Tiefe seiner Werke auch gerecht werden kann.

Schuberts „Winterreise“, Heines „Deutschland, ein Wintermärchen“ - ist die Reaktion von Künstlern auf die Karlsbader Beschlüsse und die darauf folgende Bespitzelung, auf Zensur und Einschränkung, welche das Leben der Bürger ganz unmittelbar traf. Wie viel Freiheit steht einem Menschen zu? Was geschieht mit uns, wenn wir uns unserer Freiheit beraubt sehen? Das ist die „Winterreise“, ein Aufschrei, ein Hilferuf! Und, zum Schluss des Zyklus, Resignation oder Aufbruch?

 

20. Oktober, 17 Uhr

CHOPIN und LISZT – die Grandiosen

 

ANDREA CAPECCI (Klavier)

EILIKA (Sopran) & BERNHARD WÜNSCH (Klavier)

Klavierwerke und Lieder von F. Chopin und Franz Liszt - Bearbeitungen Chopin´scher Lieder von F. Liszt für Klavier-Solo

 

 

Er begeisterte "... mit Werken von Chopin und Debussy durch seine künstlerische Reife, musikalische Intelligenz, technische Überlegenheit und seinen Farbenreichtum..." (Hessischer Rundfunk). 2009 verlieh ihm die Jury des DAAD-Wettbewerb einstimmig den ersten Preis. Der Pianist konzertiert regelmäßig als Solist bei wichtigen Festivals und Konzertreihen in Europa und mit Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester Mit ANDREA CAPECCI begrüßen wir einen äußerst feinsinnigen und technisch überragenden Pianisten, der u.a. die berühmte Ballade g-Moll von F. Chopin spielen wird, die aufgrund ihrer tiefen Intensität im Film „Der Pianist“ eine existentielle Rolle spielt.

Um Raritäten handelt es sich bei den Polnischen Liedern, die Chopin im Verlauf von zwei Jahrzehnten auf damals aktuelle romantische Gedichte komponiert und gesammelt als sein op. 74 herausgegeben hat. Es sind stilistisch sehr unterschiedliche Vertonungen, deren Spannweite vom launigen Gesellschaftslied bis zur Rhapsodie, von der balladenartigen Dumka bis zur lyrischen Romanze reicht. Ergänzt wird das Programm von Bearbeitungen Chopin´scher Lieder von Franz Liszt für Klavier-Solo und den balladenartigen Liedern dieses Komponisten.